»Wo WIR SIND ist SONNE«

Deutsches Bernsteinmuseum
Kloster Ribnitz

 

Natur- und Kulturgeschichte des Baltischen Bernstens in herausragenden Exponaten

Europas umfassenendste Ausstellung über das »Gold des Nordens«  

spätmittelalterliche Backsteinarchitektur und spannende Sonderausstellungen  

Im Konventsaal - 27. Oktober 19.30 Uhr Buchvorstellung Passgänge 3

Endlich ist es soweit - Passgänge Heft 3 ist fertig - und wir wollen es Ihnen vorstellen!

Es ist ab 27. November für 10.00 Euro zu erwerben - wer zur Buchvorstellung kommt, hat auch die Möglichkeit das Heft 2 zum Sonderpreis von 5,00 Euro!

Aus dem Inhalt:

„Es ist weniger Boeses in der Verschonung eines Sünders – als in Abstrafung Deß Unschuldigen“
Hochzeit und Ende der Hexenverfolgung.

„Führet der Witwen Sache“ – die Pfarrwitwenversorgung in Damgarten.
Eine Form der sozialen Absicherung in früheren Zeiten

„damit durch Gotts hülffe eine gesunde leibes frucht zur welt geboren“
Hebammengeschichten aus vier Jahrhunderten

Auf den Spuren jüdischen Lebens in Ribnitz – Ein Stadtrundgang

Das unrühmliche Ende des Friedrich August Hobusa –
Bürgermeister in Damgarten (1867 bis 1878)

Die Eisenbahn in Ribnitz und Damgarten – ein kleiner historischer Diskurs

Die „Massenhafte Präsenz des Fremden“
Flüchtlinge und Vertriebene in Ribnitz und Damgarten in der Nachkriegszeit 1945 bis 1947

Die Ribnitzer Puppenspiele 1946 bis 1950

Die Ribnitzer Puppenbühne und ihre Leiterin Gertrud Diesing
Ribnitzer starb im September 1953 durch Schüsse in den Rücken

In Archiven entdeckt

Historische Klassenfotos Grundschule II – Friedrich-Engels-Oberschule

Aus der Tätigkeit des Freundeskreises Kloster- und Stadtgeschichte Ribnitz-Damgarten e. V.

Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung

Sonnabend 11. November 2017 um 15.00 Uhr

Croco to go - exotische Accesoires

Modisches Beiwerk - Taschen und Schuhe aus Reptilleder

 

Taschen und Schuhe oder Kleidung aus Reptilledern waren und sind immer ein besonderer Luxus. Zumal heute die meisten Reptilien besonders schützenswert sind und der Handel mit ihnen durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) und den Internationalen Reptillederverband e.V. Offenbach (IRV) geregelt ist.

Die Tasche als Statussymbol – edle Erzeugnisse aus Krokodil-, Alligatoren-, Schlangen- oder Echsenledern.

Die Sammlung von Josefine Edle von Krepl vereint eine Vielzahl von herausragenden Designs und exquisiter Lederverarbeitung des 20. Jahrhunderts, jenseits illegaler Reiseandenken.

Toni Koy - Ein neues Ausstellungsstück

„Wir fanden die kleinen Stückchen am Strand, leuchtend hell und dunkel, klar und matt. Zu brauchen waren sie zu nichts, aber zum Freuen waren sie da.“ Erste Begegnungen einer Künstlerin mit ihrem späteren Werkstoff. Toni Koy, 1896 in Wormditt in Ostpreußen geboren, war eine der großen Goldschmiedemeisterinnen ihrer Zeit. Ihre Arbeiten sind oft von genialer Einfachheit und Perfektion. Edles Metall und Bernstein lässt sie zu einer unübertroffenen Symbiose verschmelzen. 1901 zieht die Familie nach Königsberg. Als junges Mädchen träumt sie davon, Schmuck zu schaffen, gleichwertig einer simplen Saat-Wucherblume, die sie am Wegesrand findet. Sie studiert an der Zeichenakademie in Hanau, hier beginnt sie mit Bernstein zu arbeiten. Später, in der eigenen Werkstatt in Königsberg, hat sie das Glück, sich besondere, einzigartige Stücke mit Einschlüssen von Pflanzen und Insekten aus dem Bernsteinwerk aussuchen zu dürfen.

Agnes Miegel besucht Toni Koy im Dezember 1936 in ihrer Königsberger Werkstatt. „Zwei unendlich geschickte schmale Frauenhände drehen im Licht ein Paar Manschettenknöpfe hin und her. Zwischen dem strengen Silberrand der Fassung leuchten aus dem mit Gold unterlegten klaren Bernstein die winzigen zarten Mückenleiber der eingeschlossenen Insekten. Ein stilles Lächeln geht über das strenge Gesicht mit den seewasserhellen Augen – Augen, eindringlich und prüfend wie die eines Naturgeistes…“, so die Poetin über die Künstlerin. Toni Koy bekommt 1936 auf der internationalen Kunstgewerbeausstellung in Mailand ein Ehrendiplom für ihre Arbeiten. Von sich schreibt sie: „Ich selbst stelle mir die Aufgabe, den Bernstein so zu verarbeiten, jedes Stück in seiner Einmaligkeit hinzustellen, daß es über eine Mode hinaus seinen Wert behält.“ - „Und so wie man ein Kind, dessen Anlagen gegeben sind, nur erziehen kann, so entwickle ich die Form des Steins nicht von außen her mit dem Verstand, sondern von innen her, mit dem Herzen gehe ich an die Gestaltung eines jeden Stückes heran mit der Achtung vor dem Gewachsenen.“ Eine ihrer Lebens-Maxime ist „Werde du selbst, dann wird deine Arbeit.“

Nach 1945 ist sie bis ins hohe Alter als Goldschmiedin in Annaberg-Buchholz tätig. Einige ihrer Arbeiten, wie ihr Gesellenstück, ein goldener Ring mit einem Inklusenstein, Ketten und Dosen und einige Kleinkunstwerke kann sie bewahren. Einen Teil ihres kostbaren Vermächtnisses wird 1988 für das Bernsteinmuseum von Toni Koy erworben, die damals ihr Lebenswerk in Ribnitz gerne aufgehoben sieht. So ist die größte öffentliche Sammlung von Arbeiten der Goldschmiedin heute hier zu sehen. Vor einigen Tagen kam ein silbernes Anhängerkreuz, natürlich mit einem Bernsteineinschluss, hinzu und ein wunderbarer Weihnachtsbaumbehang. Das Kreuz, ein Konfirmationsgeschenk aus dem Jahre 1929 und der Baumbehang ein Gastgeschenk von Toni Koy an die damals in Königsberg lebende Mutter der großzügigen Spenderin Frau Gertrud Haug aus Göggingen.

Toni Koy ist am 14. Juni 1990 in Sonneberg gestorben. „Es formte deine Mädchenhand, kunstreich wie eines Alten Hände, Gerät und Schmuck und Lebensspende. Bis es dann leuchtend vor uns stand, Gebild, aus Urweltlicht geboren, von deiner großen Kunst beschworen.“ Agnes Miegel an die Künstlerin 1937.

Axel Attula

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