Vom Heimatmuseum zum Deutschen Bernsteinmuseum


1954
gründete der Ribnitzer Lehrer Richard Suhr (1892 - 1959) im ehemaligen Kloster das Ribnitzer Heimatmuseum. In vier Ausstellungsräumen wurden einige Abschnitte der Geschichte unserer Stadt dargestellt.
 
Bernsteinmuseum Ribnitz 1963 1963
richtete der Lehrer Ernst Garduhn in einem Ausstellungsraum ein “Bernsteinzimmer” ein, in dem Entstehung, Lagerstätten und Gewinnung sowie die Verarbeitung des Bernsteins präsentiert wurden. In den folgenden Jahren wurde die Bernsteinausstellung mit Unterstützung des in Ribnitz-Damgarten ansässigen VEB Ostsee-Schmuck erweitert.
 
1974
erwarb das Museum eine umfangreiche Bernsteinsammlung von der Insel Usedom, so dass die Bernsteinausstellung auf drei Räume ausgedehnt werden konnte.
 
1975
erhielt das Museum den Namen “Bernsteinmuseum”.
Die Besucherzahl erhöhte sich beträchtlich. Mit Unterstützung der Stadt und des VEB Ostsee-Schmuck konnte die Bernsteinausstellung immer attraktiver gestaltet werden.
 
1984
begann der Ausbau des früheren “Dominahauses” Im Kloster 1-2 als neues Museumsgebäude
 
1987
Bernsteinmuseum Ribnitz 1987 wurde das neu gestaltete Bernsteinmuseum eröffnet. Die Bernsteinausstellung umfasste nunmehr in neun Räumen sowohl die Naturgeschichte als auch die Kultur- und Kunstgeschichte des Bernsteins. Durch Leihgaben aus anderen Museen konnte auch die Blütezeit der Bernsteinkunst im Barock mit wertvollen Bernsteinkunstgegenständen dokumentiert werden. Im Eröffnungsjahr 1987 registrierte das Museum 86000 Gäste.
 
Bernsteinschleiferin 1991
wurde der Förderverein des Bernsteinmuseums e. V. gegründet. Der Verein betreibt die Schau- und Demonstrationswerkstatt, in der eine Bernsteinschleiferin die Verarbeitung des Bernsteins vorführt.
 
1993
lobt die Stadt Ribnitz-Damgarten einen Kunstpreis zum Thema Bernstein aus. 1995
konnte die stadtgeschichtliche Abteilung wieder eröffnet werden. Sie zeigt die wechselvolle Geschichte der Städte Ribnitz und Damgarten.
 
Kunstgegenstand 1995-1997
zogen verschiedene Leihgeber ihre Bernsteinexponate zurück. Durch die großzügige Unterstützung der Stadt konnte das Bernsteinmuseum in den folgenden Jahren wertvolle Kunstgegenstände aus dem 16. und 17. Jahrhundert erwerben.
 
1997
zeigt die auf 14 Ausstellungsräume erweiterte Bernsteinausstellung eine Reihe neuer Exponate zur Natur- und Kunstgeschichte des Bernsteins. Das Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten präsentiert nun die bedeutendste Bernsteinausstellung in Deutschland.
 
Exponate 1998
gestaltet unser Museum eine Sonderausstellung über die Staatliche Bernsteinmanufaktur Königsberg (1926 bis 1945) und zeigt eine umfangreiche Kollektion von Bernsteinschmuck und Kunstgewerbe der 30er Jahre.
 
Inkluse 1999
stellen die Petersburger Restauratoren, die an der Wiederherstellung des legendären Bernsteinzimmers der russischen Zaren arbeiten, eine Nachbildung eines Paneelteiles mit dem Preußenadler (Größe ca. 90 x 70 cm) für das Ribnitzer Museum her.
 
internationaler Wettbewerb 1999
wird durch das Bernsteinmuseum der Internationale Bernsteinkunstpreis der Ostseeanliegerstaaten ausgeschrieben, an dem sich 200 Künstler aus 18 europäischen Ländern mit 385 Arbeiten beteiligen. Etwa 50 Arbeiten werden als Beispiele moderner Bernsteinkunst angekauft.
 
1999
Museumsvitrinen mit Bernsteineinschlüssen Inkluse erwirbt das Bernsteinmuseum einen sehr seltenen Bernsteineinschluss: eine Eidechse.
 
2000
werden in einer Sonderausstellung die Eidechse im Bernstein und andere seltene Inklusen gezeigt.
 
2000
verleiht der Museumsverband dem Museum in Ribnitz-Damgarten den Ehrennamen “Deutsches Bernsteinmuseum”. Das Museum verzeichnete im Jahre 2000 einen Besucherrekord mit 96000 Gästen.
 
2002
übernimmt der Museumsverein Deutsches Bernsteinmuseum e.V. den Museumsbetrieb von der Stadt Ribnitz-Damgarten
 
2005
das Museum feiert am 21.12.2005 seinen 50. Geburtstag
 
2006
Im Frühjahr 2006 wird die neue, modern gestaltete Ausstellung des Deutschen Bernsteinmuseum im sanierten Museumsgelände eröffnet.