Gebetsschnüre — Rosenkränze
Fast der gesamte Bernstein wurde in spätmittelalterlicher Zeit zu
Gebetsschnüren, sogenannten Rosenkränzen verarbeitet.
Allerdings lagen
die Verarbeitungszentren in Brügge und Lübeck, also in Mitteleuropa,
weit ab von den Fundorten im Osten, dem Samlandgebiet.
Die Deutschen
Ordensritter sicherten sich so das Handelsmonopol, denn sie machten ein
einträgliches Geschäft mit dem Bernstein, indem sie vor Ort keine
Bernsteinverarbeitung zuließen und die Unterschlagungen durch die
Strandanwohner sich so in Grenzen hielten. Das Bernsteinregal (Gesetz
zur Ablieferung allen am Strand gefundenen Bernsteins) des
Ordensstaates war ein hartes Gesetz zur Sicherung dieses
Handelsmonopols.
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Deutsches Bernsteinmuseum 2011