Gebetsschnüre — Rosenkränze

Fast der gesamte Bernstein wurde in spätmittelalterlicher Zeit zu Gebetsschnüren, sogenannten Rosenkränzen verarbeitet.
Allerdings lagen die Verarbeitungszentren in Brügge und Lübeck, also in Mitteleuropa, weit ab von den Fundorten im Osten, dem Samlandgebiet.
Die Deutschen Ordensritter sicherten sich so das Handelsmonopol, denn sie machten ein einträgliches Geschäft mit dem Bernstein, indem sie vor Ort keine Bernsteinverarbeitung zuließen und die Unterschlagungen durch die Strandanwohner sich so in Grenzen hielten. Das Bernsteinregal (Gesetz zur Ablieferung allen am Strand gefundenen Bernsteins) des Ordensstaates war ein hartes Gesetz zur Sicherung dieses Handelsmonopols.