Der Bernsteinwald
Vom Leben im Bernsteinwald haben wir nur indirekte Zeugnisse. Pflanzliche und tierische Einschlüsse (Inklusen) weisen auf einen Mischwald u.a. mit Kiefern, Eichen und tropischen Gewächsen in einem warm temperierten Klima hin.

Der Harzproduzent war offensichtlich eine Kiefernart, die in den subtropischen Wäldern auf dem Gebiet der heutigen Ostsee wuchs. Das Eozän, der Zeit in der die Bernsteinwälder vor 50 bis 40 Millionen Jahren wuchsen, war die letzte wärmere Klimaperiode der Erdneuzeit. Die Jahresdurchschnitts-Temperatur lag mit 2 bis 4 °C über der heutigen.

Das Harz der Bernsteinbäume floss auf Grund der damaligen wärmeren klimatischen Verhältnisse nicht nur reichlicher als das der Nadelbäume in unseren heutigen Forsten. Es scheint auch erheblich dünnflüssiger gewesen zu sein. Das belegen Bernsteinstücke, die ganz charakteristische Absonderungsformen fließenden Harzes haben: Schlauben, Zapfen und Tropfen.
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Deutsches Bernsteinmuseum 2011